Mobile Web noch kein Massenphänomen
04.05.2010
Die Deutschen hinken bei der mobilen Internetnutzung im Vergleich mit den deutschsprachigen Nachbarn hinterher: Während hierzulande nur rund 17% übers Handy aufs Netz zugreifen, sind es in der Schweiz 27% und in Österreich sogar 31%. Das ergab die neueste Ausgabe der "Mobile Web Watch"-Studie von Accenture. Von einer Massennutzung ist das mobile Web damit noch weit entfernt.
Diejenigen, die das Internet mobil nutzen, greifen dafür öfter zu: 43% tun es mindestens ein Mal am Tag. Auch hier liegen die Deutschen hinten: Bei den Österreichern sind 51% der Mobile-Nutzer täglich online, in der Schweiz 55%.
Am häufigsten surfen die Mobilen in U-, S- und Straßenbahn, im Urlaub oder bei Freunden. Beliebte Anwendungen sind Navigations-Funktionen sowie Location-based Services. Die Zahlungsbereitschaft für diese Dienste sinkt laut Accenture allerdings. Apps sind überall auf dem Vormarsch: In Deutschland nutzen sie 60% der mobilen Onliner, in Österreich 63% und in der Schweiz 70%.
Größte Hindernisse bei der mobilen Nutzung sind nach wie vor der zu hohe Zugriffspreis sowie Sicherheitsbedenken in Sachen Datenschutz. Knapp zwei Drittel der Deutschen planen auch in Zukunft nicht, mobil aufs Internet zuzugreifen, fand Accenture heraus. Neben den Preisen erschließt sich ihnen offenbar schlicht der Mehrwert nicht - der PC daheim reiche vollkommen aus.
Werbung kommt zudem gar nicht gut an: 68% der Befragten lehnen sie komplett ab. Allein finanzielle Anreize wie Rabatte oder persönliche Relevanz machten Werbung im mobilen Netz auf dem Handy erträglich.
Details zur Studie: Insgesamt wurden rund 4.000 Menschen befragt, 1.000 davon in Deutschland und je 500 in Österreich und der Schweiz.
Quelle: Accenture "Mobile Web Watch"
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